Kostenbasis und Verbrauchsdaten getrennt sammeln
Legen Sie eine Kostenübersicht für Wasserversorgung und gegebenenfalls Entwässerung an. Daneben steht eine Zählerliste mit Nummer, Ablesedatum, Anfangs- und Endstand sowie der zugeordneten Wohnung. Die BetrKV beschreibt entsprechende Kostenarten; § 556a BGB enthält Vorgaben zur Berücksichtigung erfassten Verbrauchs beziehungsweise erfasster Verursachung. Ein Flächenschlüssel darf daher nicht allein deshalb gewählt werden, weil die Zählerliste gerade fehlt. Prüfen Sie die maßgebliche Regelung und den konkreten Messaufbau. Warmwasser benötigt zusätzlich eine andere Betrachtung als reines Kaltwasser. Ein gemeinsamer Begriff „Wasser“ in der Tabelle reicht nicht, um diese unterschiedlichen Kosten- und Verbrauchskreise verlässlich zusammenzuführen.
Einen Verbrauch rechnerisch prüfen
Ein Zähler zeigt am Jahresbeginn 120 und am Jahresende 165 Kubikmeter. Die Differenz beträgt 45 Kubikmeter. Bei einem hypothetischen reinen mengenabhängigen Kostenblock von 450 Euro für insgesamt 150 Kubikmeter ergibt sich für diese 45 Kubikmeter ein Anteil von 135 Euro. Dieses Beispiel dient nur der Rechenkontrolle eines bereits sachgerecht bestimmten Verbrauchskostenblocks. Es behauptet nicht, dass eine komplette Wasserrechnung ohne weitere Prüfung genau so zu verteilen ist. Grundgebühren, Abwasser, Allgemeinverbrauch und Messdifferenzen können zusätzliche Fragen auslösen. Notieren Sie außerdem Zählerwechsel und Einheiten; die Addition von Literwerten und Kubikmetern ohne Umrechnung wäre bereits vor jeder rechtlichen Frage falsch.
Mieterwechsel mit passenden Ablesungen vorbereiten
Bei einem Wechsel hilft eine nachvollziehbar dokumentierte Zwischenablesung, Verbräuche zeitlich zu trennen. Beginnt der Zählerstand bei 120, beträgt er beim Wechsel 138 und am Jahresende 165, ergeben sich rechnerisch 18 und 27 Kubikmeter. Die Summe bleibt 45. Dieser Mengenverlauf muss nicht dem Verhältnis der Vertragstage entsprechen. Zwei Parteien mit gleicher Mietdauer können unterschiedliche Mengen verbrauchen. Eine pauschale Halbierung des Verbrauchs würde diese Information verlieren. Ob und wie fehlende Ablesungen ersetzt werden dürfen, ist eine eigenständige Frage. Kennzeichnen Sie fehlende Daten deutlich und holen Sie eine passende Prüfung ein, statt einen frei erfundenen Zählerstand in ein Übergabeprotokoll einzutragen.
Warum der Pilot die Position ausschließt
HausSaldo kennt nur Fläche oder Wohneinheiten und einen Zeitfaktor. Es erfasst weder Wasserzähler noch Mengenkostenblöcke und kann die vorgelagerten Abgrenzungen nicht leisten. Tragen Sie Wasserkosten deshalb nicht unter Beleuchtung oder Reinigung ein. Sie würden damit eine inhaltlich falsche Kostenart und möglicherweise einen falschen Schlüssel ausgeben. Nutzen Sie für den Wasserkostenanteil eine geeignete separate Berechnung und führen Sie die vollständige Abrechnung anschließend fachgerecht zusammen. Achten Sie dann besonders auf Vorauszahlungen, die mehrere Kostenarten gemeinsam abdecken. Die einzelne HausSaldo-Vorschau bleibt in diesem Vorgehen ein Teilentwurf für die ausdrücklich erfassten kalten Positionen und darf nicht als Gesamtabschluss missverstanden werden.
Zählerwechsel mit zwei Messabschnitten dokumentieren
Wird ein Zähler während des Jahres ersetzt, kann die Verbrauchsrechnung aus dem Endstand des alten Geräts und dem neuen Messabschnitt bestehen. Eine einfache Subtraktion des neuen Endstands vom alten Jahresanfangsstand wäre dann unbrauchbar. Halten Sie Gerätenummern, Wechseltermin und die jeweiligen Anfangs- und Endwerte zusammen. Prüfen Sie außerdem die Einheiten. Dieser vorbereitende Nachweis erleichtert die Weitergabe an ein geeignetes Abrechnungsverfahren. HausSaldo nimmt diese Werte nicht entgegen und kann weder Messdifferenzen noch fehlende Übergabestände sachgerecht ersetzen.
Häufige Fragen
Kann ich Verbrauchswerte im Flächenfeld verwenden?
Nein. Der Ausdruck würde Quadratmeter und einen Flächenschlüssel ausweisen. Dafür benötigen Sie einen tatsächlich auf Verbrauch ausgelegten Rechner.
Sind zwei gleiche Mietzeiten automatisch gleicher Verbrauch?
Nein. Der Verbrauch hängt von den erfassten Mengen ab. Das Rechenbeispiel zeigt, weshalb eine bloße Zeitquote Informationen verlieren kann.