Vollständigkeit vor Plausibilität prüfen
Vergleichen Sie zuerst die Wohnungsliste mit dem tatsächlichen Bestand. Jede relevante Wohnung muss einmal vorkommen. Danach vergleichen Sie Kostenbelege und Kostenzeilen: Ist eine Rechnung vergessen, doppelt erfasst oder einem anderen Haus zugeordnet? Ein plausibel aussehender Betrag ist kein Nachweis. Eine doppelt importierte Reinigung kann beispielsweise unbemerkt bleiben, wenn die Jahressumme zufällig nahe an einer groben Erwartung liegt. Verwenden Sie eindeutige Belegnummern und kontrollieren Sie Gutschriften separat. Markieren Sie Sonderkosten, deren Einordnung noch nicht geklärt ist. Erst wenn klar ist, was gerechnet wird, lohnt sich die Prüfung, ob richtig gerechnet wurde.
Flächen und Tage unabhängig gegenrechnen
Die Summe der Wohnungsflächen muss zur vollständigen Flächenübersicht passen. Die Summe der Vertrags- und Eigentümertage muss je Wohnung das Kalenderjahr ergeben. Nehmen wir 2025: Eine Partei ist 181 Tage und die nächste 184 Tage zugeordnet. Das ergibt 365 und passt. Stehen stattdessen zweimal 184 Tage in der Liste, sind drei Tage doppelt erfasst. Eine kleinere Tagessumme kann eine echte Lücke bedeuten, muss aber begründet werden. HausSaldo fängt eine zu große Jahressumme ab und weist verbleibende Tage als Eigentümeranteil aus. Ob die eingegebenen Tage richtige Datumsintervalle darstellen, bleibt eine Prüfung Ihrer Vertragsunterlagen.
Jede Kostenposition muss für sich aufgehen
Drei Wohnungen erhalten aus einer Rechnung von 999 Euro die Anteile 222, 333 und 444 Euro. Die Summe ist exakt 999 Euro. Diese Probe sollte für jede Kostenart einzeln funktionieren. Eine Kontrolle nur der Gesamtabrechnung kann dagegen Fehler verdecken, wenn eine Position zu hoch und eine andere im gleichen Umfang zu niedrig verteilt wurde. Prüfen Sie zusätzlich eine einzelne Formel von Hand. Bei 60 von 180 Quadratmetern beträgt der Ganzjahresanteil ein Drittel. Weicht die Anzeige deutlich davon ab, suchen Sie zunächst den Schlüssel oder die Fläche. Kleine Rundungscent sind anders zu behandeln als mehrere Euro Differenz; sie dürfen nicht als Erklärung für jede Abweichung dienen.
Zahlungen und Ergebnis aus Empfängersicht lesen
Gleichen Sie die Vorauszahlung je Partei mit der Zahlungsliste ab. Dann lesen Sie die ausgewiesene Differenz als Satz: „Kosten von 840 Euro minus Zahlungen von 900 Euro ergeben 60 Euro Guthaben.“ Das verhindert Vorzeichenfehler. Prüfen Sie, ob kalte Kosten versehentlich mit einer Gesamtvorauszahlung einschließlich Heizung verrechnet wurden. Kontrollieren Sie schließlich Objekt, Jahr und Partei im Ausdruck. Ein rechnerisch richtiger Entwurf für die falsche Wohnung bleibt unbrauchbar. HausSaldo prüft Eingabegrenzen und summiert nachvollziehbar, aber weder Belegwahrheit noch Mietvertrag. Lassen Sie offene rechtliche Fragen klären und kennzeichnen Sie jede korrigierte Fassung, bevor Sie eine vollständige Abrechnung versenden.
Eine Änderung immer bis zum Endsaldo verfolgen
Wenn Sie einen Ausgangswert korrigieren, notieren Sie zuerst die erwartete Wirkungsrichtung. Eine kleinere Kostenbasis sollte bei unveränderten Gewichten die Summe der Anteile verkleinern. Eine höhere Vorauszahlung sollte den jeweiligen Nachzahlungsbetrag verringern beziehungsweise das Guthaben erhöhen. Erhalten Sie das Gegenteil, prüfen Sie Vorzeichen oder veraltete Ergebnisse. HausSaldo blendet die Vorschau nach Eingabeänderungen aus; rechnen Sie anschließend neu. Heben Sie einen alten Ausdruck nicht ohne Kennzeichnung neben die neue Fassung, damit bei der abschließenden Kontrolle keine Zahlenstände vermischt werden.
Häufige Fragen
Garantiert ein Saldo von null eine richtige Abrechnung?
Nein. Fehler können sich zufällig gegenseitig aufheben. Prüfen Sie einzelne Kostenpositionen und Ausgangsdaten unabhängig.
Was prüft HausSaldo automatisch?
Unter anderem positive Flächen, gültige Tageszahlen, Summen der Vertragstage und die exakte Centverteilung. Ob ein Beleg umlagefähig ist, prüft der Pilot nicht.